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LogiAssist - Mobile Aus- und Weiterbildung für Fahrer in der Logistikbranche

Der Fernfahrer von heute muss nicht nur Autofahren und eine Landkarte lesen können, sondern auch elektronische Geräte bedienen, Routen möglichst effizient der gegebenen Verkehrs- und Ladungssituation anpassen und Energie sparen. Zudem werden die rechtlichen Bestimmungen aufgrund der EU-Erweiterung immer komplexer, Gefahrgut- und Umweltbestimmungen ändern sich und nicht zuletzt muss ein Fahrer, der im Ausland unterwegs ist, sich obendrein mit fremden Sprachen herumschlagen und die Vorschriften des Gastlandes kennen.

Das heißt: Er muss sich ständig weiterbilden. Dazu ist er auch gesetzlich verpflichtet. Andererseits hat ein Lastzugfahrer so gut wie keine Zeit übrig, die er nicht am Lenkrad verbringt. Die Trucks bringen nur Geld, so lange sie unterwegs sind, und ein Fahrer ist dementsprechend darauf angewiesen, die Standzeiten möglichst kurz zu halten. Herkömmliche Schulungen und Seminare sind ebenso schwierig zu organisieren, da die Fahrer stets irgendwo unterwegs sind.

Zu Abhilfe entwickelt das BVWL NRW e.V. in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft und dem Forschungsektor das System LogiAssist. Es setzt darauf, dass Trucker am Feierabend, in den Pausen und auch während des Fahrens mit einer Audio-Vorlesung lernen können. Die Inhalte werden via Smartphone, Tablet-Computer oder Laptop angeboten, auf Geräten also, die der Fahrer sowieso im Cockpit hat. Die Inhalte sind auf die Lernbedürfnisse der Branche zugeschnitten und können auf den jeweiligen Kontext abgestimmt werden, je nach Vorwissen, Person, Fahrzeug, Ladung oder Fahrtroute. Begleitend zum Projekt werden Aspekte der Motivation von LKW-Fahrern zum selbstgesteuerten Lernen sowie Sicherheitsaspekte beim Lernen während der Fahrt und in den Pausen erforscht.

Weitere Informationen.

Das Projekt LogiAssist wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.


Logi Assist unter den Top20-Innovationsprojekten in Europa
Das europäische Bildungsnetzwerk Visir hat LogiAssist als eines der 20 innovativsten Bildungsprojekte in Europa ausgezeichnet. Damit würdigt die Visir-Jury die innovativen Aspekte von LogiAssist wie die situationsabhängige Informationsversorgung, die personalisierte Lernersteuerung und die zielgerichtete Assistenzfunktionalität in mobilen Arbeitssituationen. Das unter Koordination der Kölner Humance AG entstandene und nun in der Logi Assist GmbH weitergeführte LogiAssist-System ermöglicht erstmalig eine umfassende Versorgung von Fahrern mit auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Angeboten zu Themen wie Ladungssicherung, Lenk- und Ruhezeiten, Gefahrgut, Gesundheit, Berufsqualifikation und bietet darüber hinaus speziell für mobile Nutzer optimierte soziale Komponente.

VISIR analysiert auf drei Ebenen: Makro (Bildungssysteme), Meso (Organisationen, die Lehr-und Lernmöglichkeiten) und Micro (Lehr-und Lernmöglichkeiten selbst) und enthält die Komponente Weitsicht, um proaktive Veränderung der effektiven IKT-Nutzung in Lernen zu verbessern.

Damit der Einsatz von IKT für das Lernen in Europa an Boden gewinnt, aber sein Potenzial als Motor des Wandels für unsere Volkswirtschaften und Gesellschaften nicht verliert, müssen wir uns von Fragmentierung und Pilotierung hin zu Artikulation und System Adaption bewegen. Um dies umzustezen und mit der Unterstützung des Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission, arbeitet VISIR für drei Jahre (2011 bis 2014), um drei große Lücken zu schließen: Die "Verständnis Lücke", die "Netzwerklücke " und die "Mainstreaming-Lücke" von IKT für das Lernen in Europa.

Markus Rasche

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