Neue Wege gehen • Beratung • Qualifizierung • Umschulung • Weiterbildung

25.07.2017

Köln - Geflüchtete beginnen ihr Praktikum als Busfahrer

Maßnahmeteilnehmer/-innen des BVWL-Integrationsprojektes erwartet eine unbefristete Anstellung bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB).


Für fünf Geflüchtete hat in diesen Tagen die letzte Phase ihrer Ausbildung zum Busfahrer begonnen. Die Teilnehmer (eine Frau, vier Männer) aus Iran, Irak und Syrien haben jetzt ein insgesamt dreimonatiges Praktikum begonnen, nach dessen erfolgreichem Abschluss sie eine unbefristete Anstellung bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) erwartet. Das Integrations-Projekt hat die KVB in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Köln, dem Jobcenter Köln und dem Bildungswerk Verkehr Wirtschaft Logistik Nordrhein-Westfalen (BVWL) e.V. realisiert.

Die Ausbildung, die im September 2016 begonnen hat, dauert rund ein Jahr. Die Bewerber waren zuvor von der Agentur für Arbeit zum Einstellungstest eingeladen und anschließend von der KVB für den Ausbildungskurs ausgewählt worden. Sie absolvierten zunächst einen Sprachkurs bei der Fortbildungsakademie der Wirtschaft. Anschließend machten diejenigen, die ihn noch nicht hatten, parallel zur regulären Ausbildung den Führerschein der Klasse B. Im Anschluss folgte die Qualifizierung zum Busfahrer mit dem Führerscheinerwerb der Klasse D und der Prüfung „Beschleunigte Grundqualifikation“ vor der Industrie- und Handelskammer.

Ali Asghar Moradzadeh (33, Iran) und Mohammad Trabelsi (26, Syrien), zwei der Lehrgangsteilnehmer, äußerten sich vor der Kölner Presse sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Projektes: "Wir sind dem BVWL, der KVB und den anderen Partnern sehr dankbar, dass sie uns die Chance gegeben haben, hier eine Ausbildung zu machen und einen Job zu bekommen."

Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Köln: "Ich möchte den Kölner Verkehrs-Betrieben ganz herzlich für Ihr Engagement und das Angebot an die geflüchteten Menschen danken. Sie haben mit diesem Projekt nicht nur in Köln eine Vorreiterrolle eingenommen. Geflüchteten Menschen in unserer Gesellschaft berufliche Chancen zu eröffnen und Berufe erlebbar und erlernbar für sie zu machen, ist eine große Aufgabe für uns alle. Wir freuen uns, die erfolgreichen Absolventen und die KVB dabei unterstützt haben zu können."

"In enger Zusammenarbeit von Jobcenter Köln, der KVB als Arbeitgeber und dem Bildungswerk Verkehr Wirtschaft Logistik als Bildungsträger qualifizieren wir geflüchtete Menschen zielgerichtet zum Busfahrer oder zur Busfahrerin", so Olaf Wagner, Geschäftsführer des Jobcenter Köln. "Wir erhoffen uns damit, sie nachhaltig in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu integrieren und damit die Chancen zu einem selbstbestimmten Leben in unserer Gesellschaft weiter zu verbessern."

BVWL-Geschäftsführer Benedikt Althaus und Birgit Tafel, Projektmitarbeiterin aus der BVWL-Außenstelle Köln, gratulierten ebenfalls den Teilnehmern zu Ihrem erfolgreichen Abschluss. Sie erläuterten der interessierten Presse wie auch den anwesenden Fernsehsendern darüber hinaus die Ausbildungsinhalte und den Maßnahmeverlauf. In 2018 soll ein gemeinsames weiteres Projekt umgesetzt werden.

Test Test